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Reisebericht

Vom Schilcher zum Udhudler

eine Reise von der Hebalm nach Bad Radkersburg

09. – 10. August 2020

 

Ob der kurzfristige Ersatz für die Flandernreise die Erwartungen der Teilnehmer an der Radreise durch die Steiermark standhalten konnte, wird in diesem Reisebericht erörtert. Klar war von Anfang an, dass Belgien und die Steiermark so unterschiedlich sind, dass man sie wahrscheinlich nicht wirklich vergleichen kann. Daher waren die Erwartungen an die zwei steirischen Tag neu ausgerichtet. Versprochen hat das Programm eine Genusstour, wenig anstrengend und gespickt mit regionalen Kulturtempeln. Ob das Programm die Erwartungen erfüllen konnte, kannst du hier lesen.

 

Lose ging es wie bei Elite Tours üblich ab Wien. Ohne Pause schafften wir es pünktlich an den Startpunkt auf die 1400 Meter hohe Hebalm. Der pure Genuss war die Abfahrt von der Hebalm. 25 Kilometer lang ließen wir unsere Räder nach Deutschlandsberg hinunter rollen. Für die sportliche Gruppe hatte Elite Tours noch die Auffahrt nach Maria Osterwitz eingebaut, das idyllisch auf den Abhängen der Koralpe thront. Nach einem kurzen Stopp unter der mittelalterlichen Burg radelten wir weiter nach Schwanberg, der ehemaligen Konkurrenzstadt von Deutschlandsberg. Die Geschichte erzählt von einer langen Fehde dieser beiden Städte. Im Laufe der Zeit hat Deutschlandsberg gewonnen und so tröstet sich Schwanberg mit dem Titel „Bad Schwanberg“. Doch das war nicht der wahre Grund warum wir die vielen Buckeln dorthin auf uns genommen haben. Nein, es war der Ruf der guten Küche im Gasthaus Alte Post in Schwanberg. Frau Mauthner, die jahrelang den Kochlöffel geschwungen hat, ist weiter im Geschäft und hat es auch im Service noch immer drauf. A gsunder Schmäh und gute Qualität sind das Kapital einer Gastwirtschaft. Steirische Backhenderl, steirisches Wurzelfleisch, ehrliche Portionen, gepaart mit einem guten Preis Leistungsverhältnis haben den kleinen Umweg mehr als gerechtfertigt. In Schwanberg beginnt auch der Sulmtalradweg, dem wir nun bis Leibnitz folgten. Unser Unterkunft im JUFA Hotel Leibnitz war für Radler ideal – modern und geräumige Zimmer in ruhiger Lage, wo auch der Bus direkt vom Haus seinen Platz fand.

Nach dem Duschen und ein wenig Ruhe fassten wir noch einmal unsere Räder und fuhren zur Buschenschank Schulter hinauf. Wissende Südsteiermark Besucher wissen was das bedeutet. Doch immer die Anstrengung hat sich gelohnt. In der Weinlaube ließen wir den Abend ausklingen und es war stockfinster als wir die Rückfahrt ins Hotel antraten.

 

Kurz nach Leibnitz mündet die Sulm in die Mur. Wegen der hochsommerlichen Temperaturen entschied sich auch die rote Gruppe den zweiten Tag gemütlich zu gestalten. Gemeinsam radelten wir durch das Murfeld am Murradweg über Spielfeld nach Mureck. Bei der alten Schiffsmühle im kühlen Baumschatten machten wir einen Boxenstopp bevor es nach Bad Radkersburg unserem Ziel der Reise ging. Ehrlich gesagt – heute haben wir ein wenig gebummelt – aber das muss auch einmal sein.

Unter dem Nussbaum im Garten der Buschenschank Martinecz, die trotz Ruhetag extra für uns aufgesperrt hat, genossen wir die Gastfreundschaft in der südöstlichsten Gemeinde Österreichs. Die Freundlichkeit der Wirtsleute sei hier zu erwähnen, die Ehrlichkeit und Qualität der Produkte ebenso.

Und so vergingen diese zwei Tage wie im Fluge und hinterließen Eindrücke und Erinnerungen für eine ganze Woche.

 

Facts:

Blau     146 km / 490 hm

Rot       152 km / 890 hm


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