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After Work Unit

Von 18.4. - 28.9.2017:
2 x wöchentlich
Dienstag & Donnerstag
Treffpunkt: 18:00 Uhr
Sports Direct
1210 Wien,  Seyringerstr. 15
Dauer: 2 - 3 Stunden

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Alpencross-Tour (Andrzejak-Garcia Route)

1. Etappe: Wien-Hainfeld 
Samstag, 11.8.2012

Inspiriert von Lukas Stöcklis „Monstertour“, die dieser im Jahr 2005 vom Kahlenberg/Wien bis nach Nizza gefahren ist, haben wir uns vorgenommen, diese Strecke in mehreren Etappen, aufgeteilt auf mehrere Jahre, nachzufahren. Die Tour von Stöckli 
Wien-Nizza, die härteste Biketour der Alpen!“  führt durch 5 Länder und über 144 Pässe. Insgesamt werden auf gut 2900 km rund 93000 Höhenmeter absolviert. Lukas Stöckli, der zu den Profi-Mountenbikers zählt, hat die Tour in unglaublichen 26 Tagen geschafft.
Distanz: 2882 Kilometer (131 km/Tag) 
Höhenmeter: 92989 (4227 hm/Tag) 
Fahrzeit: 170 Stunden (7.7 Std./Tag) 

Nach dem Originaltrack von Stöckli konnten wir die Tour mit Hilfe eines GPS-Geräts genau nachfahren.
Am Samstag, 11.8.2012 trafen wir uns um 9:00 beim Milleniumstower und starteten die „Alfredo-Karol Alpencross-Tour“. Ausgerüstet und vorbereitet für jede Wetterlage, hatte mein Rucksack über 10 kg, Alfredo kam mit wesentlich weniger Kilos aus und bot sich an, mir ein paar Sachen abzunehmen.
Nach kurzer Zeit standen wir am Kahlenberg, schossen die ersten Fotos und folgten dem Track der 1. Etappe. Schon nach wenigen Minuten begann es leicht zu regnen und ich musste meine Regenkleidung anziehen. Alfredo zog es vor, weiterhin mit kurzer Hose und kurzem Leiberl zu radeln. Der Regen wurde immer stärker und erst nach ca 3 Stunden konnte ich die Regenklamotten wieder ausziehen. 
Geplant hatte ich ursprünglich, dass wir die 1 Etappe ebenfalls in einem Tag fahren (139 km/3375 hm). Es stellte sich jedoch sehr schnell heraus,  dass dies nur von Extrembikern geschafft werden kann.
Die 1. Etappe durch den Wiener Wald führte über Waldwege mit knackigen Anstiegen, „richtige“ Bergen sahen wir noch nicht.
Um 18 Uhr war ich schon ziemlich fertig und mein einziger Gedanke war ein weiches Bett. Doch das erstbeste Gasthaus auf der Strecke hatte leider keine Zimmer zu vermieten und man riet uns, wieder zurück nach Laaben zu fahren. Zurück wollten wir jedoch keinesfalls  und so entschlossen wir uns, noch ca 10 km weiter nach Hainfeld zu radeln um ein Zimmer zu bekommen. Nach einer Dusche, einem Bier und einem guten Abendessen kamen wir wieder zu Kräften und schafften es, uns mit dem Gedanken anzufreunden, den ganzen nächsten Tag wieder kämpfen.
Facts 
110 km/ 2500 hm; Fahrzeit: 7:10 

2. Etappe: Hainfeld – Kichberg an der Pielach
Sonntag, 12.8.2012
Um wieder auf den Track zu kommen, mussten wir von unserer Unterkunft ein paar Kilometer zurückfahren. Wir waren sehr froh und glücklich, dass das Wetter mitspielte und die Regensachen tief unten in unseren Rucksäcken bleiben konnten. Die Strecke wurde immer interessanter und schöner, es kamen längere Anstiege, nach denen wir mit wunderbaren Ausblicken zu beiden Seiten unseres Tracks belohnt wurden. Die Abfahrten erforderten Erfahrung, Konzentration und Geschicklichkeit. Unsere guten Fullyräder erleichterten uns die schwierigen Abfahrten und schluckten viele Löcher, Steine, Wurzeln und erlaubten, immer schneller unterwegs zu sein. 
Stöckli wählte für seine Strecke immer den längsten Weg um ja keine Steigung auszulassen. Wir folgten aber jedem Meter seiner Spur und genossen auch die Passagen, die wir schieben mussten, da wir die Kraft für 35%-Anstiege nicht mehr besaßen.
Endlich erreichten wir Lilienfeld. Es war ca 13:00 und für uns eine gute Gelegenheit eine Mittagsrast zu machen.
Weiter ging es entlang der Pielach. Diese angenehme Passage war jedoch von kurzer Dauer, denn sehr bald mussten wir wieder neue Anstiege hochtreten. Es ging hinauf und hinunter. Wir trafen kaum Radfahrer, wurden aber von vielen grasenden Kühen bestaunt.
Der Tag neigte sich dem Ende zu und wir mussten unsere nächste Übernachtung planen. Nach kurzer Besprechung entschlossen wir uns, in Kirchberg an der Pielach zu übernachten. Nachdem es noch nicht so spät war, wollten wir den Track noch etwas weiter fahren. Ich hatte die tolle Idee, ein Zimmer zu mieten, die Rucksäcke  abzustellen und die letzten Kilometer unserer 2. Etappe ohne Zusatzlast zu radeln. Es war wunderbar, 10 kg leichter zu fahren, wir flogen förmlich dahin.
Facts 
84 km/ 2000 hm; Fahrzeit: 7:10
 
3. Etappe: Kirchberg an der Pielach – Mariazell
Montag, 13.8.2012
Nach dem Erwachen freuten wir uns nach einem Blick aus dem Fenster auf die heutige Tour. Es war noch wärmer und wolkenlos – für mich das optimale Wetter, da ich die Wärme liebe.
Wir fuhren die Mountainbike-Alpentour-Strecke Wien-Mariazell, die sehr gut beschildert war. Der Weg führte uns durchs Texingtal, weiter nach Puchenstuben, teilweise entlang der Mariazellerbahn  bis nach Mariazell. Immer bewegten wir uns auf erlaubten Wegen. Teilweise waren diese aber nicht zu erkennen, was dazu führte, dass wir einmal vom Track abkamen. Der Track verlief parallel und wir wollten – um wieder auf den Track zu kommen – eine Abkürzung durch den Wald nehmen. Dies erwies sich aber als Fehler, weil diese Abkürzung so steil war, dass wir sogar beim Schieben die größten Schwierigkeiten hatten und manchmal sogar abrutschten. Insgesamt kostete uns die „Abkürzung“ 1 Stunde und sehr viel Kraft. Wir mussten die Räder teilweise sogar tragen. Wir schworen, niemals mehr Experimente und Abkürzungen zu machen, sondern lieber den Weg zurückzufahren, bis wir wieder auf die richtige Strecke kommen.
Angekommen in Mariazell mieteten wir wieder ein Zimmer, duschten uns und bestellten uns die beste Pizza. Danach machten wir einen kleinen Spaziergang durch den Ort, besuchten die Wallfahrtskirche (von außen, da sie bereits geschlossen war) und gönnten uns vor dem Schlafengehen noch eine Schokopalatschinke.
Facts 
82 km/ 2400 hm; Fahrzeit: 6:30
 
4. Etappe: Mariazell – Gumpoldskirchen
Dienstag, 14.8.2012
Nach Erledigung der üblichen Routine: aufstehen – packen – frühstücken, besuchten wir nochmals die Basilika, frischten unser Energiejausenpackerln im Supermarkt auf und setzten unsere Route fort.
 Nachdem wir die Dürriegelalm (1353 m) mit ihren tollen Ausblicken und netten Kühen hinter uns gelassen hatten, kamen wir nach Mürzsteg und fuhren weiter nach Neuberg an der Mürz, wo für uns vorerst die Alpentour endete.
Stöckli benötigte für diese Strecke nur 2 Tage, wir aber 3,5.
Nach dem Mittagessen überlegten wir, wie wir wieder nach Wien zurückkommen könnten. Da der erste Zug, der auch Räder mitnahm, erst um 20:34 von Mürzzuschlag abfuhr, entschlossen wir uns für die harte Tour: mit dem Rad nach Wien. Diese Strecke lag mir mehr als Alfredo, da ich als Rennradfahrer den starken Autoverkehr gewohnt bin. Um ca 19:00 erreichten wir Gumpoldskirchen. Da wir keine Beleuchtung hatten und es uns nicht gelungen wäre, vor der Dunkelheit nach Hause zu kommen, entschlossen wir uns, die letzten Kilometer mit der Schnellbahn zu fahren.




 
Es waren anstrengende, aber wunderschöne 4 Tage.
Alfredo und ich haben gut harmoniert und beschlossen, die Tour auf alle Fälle fortzusetzen, sobald sich die Gelegenheit dazu ergibt.
Facts 
150 km/ 1650 hm; Fahrzeit 7:40
Gesamt:
426 km/8550 hm; Fahrzeit: 27:06