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After Work Unit

Von 18.4. - 28.9.2017:
2 x wöchentlich
Dienstag & Donnerstag
Treffpunkt: 18:00 Uhr
Sports Direct
1210 Wien,  Seyringerstr. 15
Dauer: 2 - 3 Stunden

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Kein Weg ist zu weit, mit einem Freund an deiner Seite
Spricht man von der Fußwallfahrt der Pfarre Perchtoldsdorf nach Mariazell, kommt man an einer Person nicht vorbei– Hans Vojtek. Seit 49 Jahren ist er hauptverantwortlich für die Organisation und somit für den klaglosen Ablauf des Großprojektes Wallfahrt. 
Bestens organisiert und im Sinn der Sache manchmal etwas streng muss er sein, der Hans, Hansl oder Onkel Hans, wie ihn die Teilnehmer der jährlich stattfindenden Fußwallfahrt der Pfarre Perchtoldsdorf nach Mariazell, kennen und schätzen. Gilt es doch eine organisatorische Meisterleistung zu vollbringen. Circa 200 Personen nehmen jährlich teil und diese Menge gilt es heil und mit Gepäck vom niederösterreichischen Perchtoldsdorf in den steirischen Wallfahrtsort Mariazell zu bringen.

Gestartet wird der fromme Zug vor der Pfarrkirche Perchtoldsdorf. Von dort führt die Route meist auf dem ausgeschilderten Wiener Wallfahrerweg. In vier Tagesetappen wird eine Strecke von ca. 120 km und je nach Ausschmückung ca. 3.500-4000 Höhenmeter bergauf zurückgelegt.



Die Strecke in Stichworten:
Tag 1: Perchtoldsdorf (Hl. Messe) – über Kugelwiese (Andacht beim Wallfahrerkreuz) Rosenkranz nach Heiligenkreuz – Mayerling – Maria Raisenmarkt (Mittagessen/Andacht) – Aufteilung in mehrere Gruppen und Fußmarsch in die verschiedenen Quartiere um Weissenbach bzw. Furth.

Tag 2: Marsch aus den verschiedenen Quartieren zum Gasthof Rescher beim Eingang zur Steinwandklamm (Morgenandacht) – durch die Steinwandklamm zum Karnerwirt (Hl. Messe) – Rosenkranz Richtung Unterberg – Unterberg (Mittagessen) – Gries – Rohr am Gebirge (Kirtag mit Freibier und Torte für die Jugend) – Verteilung in die Quartiere.

Tag 3: Rohr am Gebirge (Hl. Messe) – Kalte Kuchl (Andacht) – St. Aegyd (Mittagessen/Andacht) – Gschaid – Fahrt in die Quartiere um Annaberg.

Tag 4: Ulreichsberg – Rosenkranz zum Hubertussee – Hubertuskapelle (Andacht) – Sammeln vor Mariazell beim Kreuzberg – Gemeinsamer Einzug nach Mariazell. Hl. Messe und Andacht direkt beim Gnadenaltar - Rückfahrt mit Bussen nach Perchtoldsdorf – Abschlussmesse und gemeinsamer Heurigenbesuch zum Ausklang.

Beginnt die Wallfahrt auf leichten Wanderwegen im Wienerwald, werden die Wege in den Voralpen über den Unterberg rasch anspruchsvoller. Mit einer Tagesleistung von über 30 km kann die Wallfahrt guten Gewissens als eine schwere Tour mit sportlicher Gehleistung bezeichnet werden.
 

 

Beten und Glauben
Neben Gehen, Essen, Schlafen ist der Tag auch in spiritueller Hinsicht eingeteilt. Einmal pro Tag wird während dem Gehen gemeinsam ein Rosenkranz gebetet. Dazwischen gibt es kurze Andachten und Messen. Vor allem die Messe beim Karnerwirt gilt  sozusagen als Stärkung vor dem mühsamen Anstieg auf den Unterberg.
Begleitet werden die Wallfahrer von Pfarrer Josef Grünwiedl, aber auch Pfarrer Franz Reiter, Dechant Monsign. Ernst Freiler und der Pfarrer von Kaltenleutgeben, Maria Raisenmarkt und Rohr am Gebirge begleiten die Wallfahrer etappenweise und halten abwechselnd Andachten und Messen. Dazwischen gibt es viel Raum für mehr oder weniger persönliche oder tiefgreifende Gespräche und Plaudereien. Nicht wenige der Wallfahrtteilnehmer tragen Bitten oder Danksagungen nach Mariazell mit sich.

Feiern und Fröhlich sein
Nach den Anstrengungen des Unterbergs wird am Ende des zweiten Tags in Rohr am Gebirge, traditionell ein Kirtag gefeiert. Hier wird Dank der Wienerfelder Gruppe und dem Teufelsteiner Urgestein Franz mit seiner Ziehharmonika gesungen und getanzt. Weitere Beiträge, Sketches und das Freibier, gespendet von Bürgermeister Martin Schuster, tun das übrige für einen gelungenen Kirtag. Für die Jugend gibt es Torten, die Wienerfelder verteilen Schnapserln zur Verdauung und auch sonst sind alle fröhlich.

Das Kreuz - Zeichen des Glaubens

Seit 1980 wird ein eigenes Wallfahrerkreuz mitgetragen. Gebaut wurde dieses Kreuz aus Kirschenholz von Christian Wildgenauer. Zur 25 Wallfahrt schnitze ein weiterer Mitpilger Franz Huber aus Imst einen Christuskopf, der seither das Kreuz schmückt. Jeder der möchte kann das Kreuz ein Stück weit tragen. Besonders ist natürlich darauf zu achten, dass das Kreuz nach der Pause nicht stehen bleibt, wie es schon passiert sein soll.

Ich bin noch ein Wallfahrts-Frischling, denn ich habe die Wallfahrt heuer im Mai das erste Mal mitgemacht. Es gibt aber etliche die das bereits 20, 30 Mal oder noch öfter getan haben. Mich persönlich hat die Wallfahrt sehr beeindruckt. Besonders das Gemeinschaftsgefühl und der Zusammenhalt waren sehr intensiv zu spüren. Das „gemeinsam einen Weg gehen“ mit gegenseitiger Hilfe über Tiefs und Müdigkeit hinweg haben meinen blasengeplagten Füßen zwar nur bedingt geholfen, aber kein Weg ist lang mit einem Freund an deiner Seite. Es gibt immer einen der deine Liebe braucht. Ich habe viele Menschen nahe kennen gelernt und Freunde gewonnen.

Der Weg ist das Ziel, und am Ende ist dann Mariazell als Sahnehäubchen obendrauf!

Manuela Dona


 
P.S. Angeregt durch meine Wallfahrt haben Josef (Schmitt) und Bernhard (Lieblich) die selbe Route mit den Bikes an einem einzigen Tag gefahren. Für heuer im September (25.09. bis 27.09.2015) hat Josef diese Wallfahrt nun als 2- tägige Mountainbiketour vorbereitet.
Wer Lust und Zeit hat kann sich gerne melden – Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.